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Berliner Tafel

Diese soziale Einrichtung war in Berlin 1993 die erste ihrer Art, inzwischen gibt es sie bundesweit auch in vielen anderen Städten (800 Tafeln sind bereits im Einsatz) und ist eine der größten sozialen Bewegungen unserer Zeit geworden. Das Motto ist einfach und hat doch so durchschlagende Wirkungen, denn jeder gibt, was er kann und hilft so denen, die zu wenig haben. In einer Überflussgesellschaft wird täglich tonnenweise Nahrung weggeworfen, die noch essbar gewesen wäre, gleichzeitig haben Millionen Menschen nicht genug zu essen, ein Drittel davon sind Kinder und Jugendliche. So wird eine Brücke zwischen Überfluss und Armut geschlagen.

Die Aufgabe der Tafeln ist es nun, qualitativ einwandfreie Nahrungsmittel einzusammeln und diese an sozial und wirtschaftlich Benachteiligte zu geben. Dieses geschieht kostenlos oder zu einem symbolischen Betrag, die Bedürftigen weisen sich durch offizielle Dokumente aus, es handelt sich hier in erster Linie um Menschen mit geringer Grundsicherung oder Rente. Das gesammelte Essen wird an festen Ausgabestellen oder sozialen Einrichtungen abgegeben und dort verteilt, in manchen Fällen werden auch warme Mahlzeiten zubereitet.

In Berlin ist man das ganze Jahr im Einsatz, 125.000 Bedürftige werden monatlich versorgt. Möglich ist das durch regelmäßige oder einmalige Geld- und Lebensmittelspenden, 550 Tonnen können so monatlich in Berlin verteilt werden.

Weitere Informationen bieten die Websites der Berliner Tafel e.V. und des Bundesverbands Deutsche Tafel.